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Von Mauern und Windmühlen

Das war die 7. Landeskonferenz „Telematik im Gesundheitswesen“

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung der Telemed-Initiative Brandenburg e.V. zur bereits 7. Landeskonferenz „Telematik im Gesundheitswesen“ am 22.02.2012 nach Potsdam gefolgt. „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen“ (chinesisches Sprichwort) - damit eröffnete der Vorstandsvorsitzende der Initiative, Jürgen Heese, die Konferenz. Und tatsächlich wurde über Veränderungen, Erfolge und neue Partnerschaften berichtet, die frischen Wind in die Entwicklung der Telemedizin im Land Brandenburg gebracht haben. Gesundheitsministerin Anita Tack, Uni-Präsident Prof. Oliver Günther und der AOK-Vorstandsvorsitzende Frank Michalak hoben in ihren Grußworten hervor, dass neue Netzwerke, Kooperationen und Transfer-Partnerschaften auf Augenhöhe die Entwicklungen zum Positiven beeinflussen. Übereinstimmend lobend waren die Berichte und Stimmen zum bundesweit einmaligen flächendeckenden Telemedizin-Netzwerk zur Versorgung von Hochrisiko-Patienten mit Herzinsuffizienz. Auch in die neue Kooperation der Telemed-Initiative Brandenburg mit der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH zur länderübergreifenden Ausgestaltung der Telemedizin werden neue Hoffnungen gesetzt.

Dass bei allen Entwicklungen der Patient im Mittelpunkt stehen muss, verdeutlichte der Einführungsvortrag von Dr. Markus Feufel vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin. Er zeigte den Teilnehmer/-innen, dass die Art und Verständlichkeit von Gesundheitsinformationen wesentlich zur Akzeptanz und Inanspruchnahme beitragen und appellierte daran, die Erwartungen der Nutzer frühzeitig in die Entwicklungen von Telemedizin einzubeziehen. Beeindruckend schilderte anschließend der finnische Gastredner Jarmo Reponen, wie weit der skandinavische Staat in der Entwicklung telemedizinischer Anwendungen bereits ist. Die geringe Bevölkerungsdichte und lange Wege machten eine Einführung telemedizinischer Lösungen schon frühzeitig notwendig. Inzwischen ist Telemedizin in Finnland Teil einer umfassenden eHealth-Bewegung, mit der das Land in Europa und international eine Vorreiterrolle einnimmt.

Konkrete Projekte und Anwendungen wurden in vier Vorträgen aus der Forschung und Praxis präsentiert. Die zeigten: Am besten geht es, wenn Entwickler und Nutzer schon frühzeitig zusammenarbeiten. So entstehen Produkte, die wirklich praxistauglich und nützlich für die Anwender sind. In zwei Podiumsdiskussionen tauschten die Verantwortlichen im Land ihre Standpunkte und Erwartungen darüber aus, wie „Ideen fliegen lernen“ und wie die Entwicklung der Telemedizin in Brandenburg voran kommen kann. Tenor auf dem Podium und im Publikum: mehr Offenheit bei allen Beteiligten ist notwendig, Vorbehalte und Mauern gegen andere Sektoren und neue Techniken hemmen die Entwicklung im Land. Statt dessen ist es an der Zeit, die errichteten Windmühlen zum Laufen zu bringen und am Laufen zu halten.

Wir danken allen Mitwirkenden und Teilnehmenden sehr herzlich für die gelungene Konferenz!

DieTelemed-Initiative Brandenburg e.V.

 

Die Vorträge finden Sie in Kürze auf dieser Website, schauen Sie bald wieder vorbei!

 

>> Konferenzprogramm

zum Download

>> Dokumentation der 7. Landestelematikkonferenz mit den Vorträgen zum Download

 

last modified 2012-03-16 10:37



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